KLEINGRUPPEN UND FAMILIENPLAETZE SCHOENFELS

Seit den 90er Jahren arbeitet die Institution Schoenfels mit Partnerfamilien in der Schweiz und in Frankreich zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit entstand im Verlauf der Jahre ein eigenständiges Angebot für Jugendliche, die vorübergehend oder auch längerfristig auf eine individuelle Betreuung angewiesen sind. In der Schweiz verfügen unsere Partner über eine behördliche Bewilligung als „Familienplatz“, in Frankreich über ein „Agrément d’assistance familiale“.

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Begriffsklärung
In den „Kleingruppen“ können zwei bis maximal vier Jugendliche aufgenommen werden. Ein wesentlicher Programmpunkt in den Kleingruppen ist der Schulunterricht. In den „Familienplätzen“ sind die Kinder und Jugendlichen einzeln untergebracht. Sie können hier Ferien, Wochenenden oder ein Time-out verbringen. Eine Beschulung ist bei längeren Aufenthalten möglich.

Aufnahme
In den Kleingruppen und Familienplätzen können Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts im Alter von 10 bis 20 Jahren aufgenommen werden. Die Jugendlichen können aus einer SchönfelsWohngruppe übertreten oder als Neueintritt aufgenommen werden.

Alltag und Betreuung
Die Tages- und Wochenabläufe sind in den Kleingruppen und Familienplätzen klar strukturiert und vermitteln dadurch Orientierung und Sicherheit. Von Montag bis Freitag sind die Vormittage für die Schularbeit reserviert. An den Nachmittagen finden gestalterische, musische, sportliche und praktisch orientierte Aktivitäten statt. Im Zusammenleben wird Wert gelegt auf einen respektvollen gegenseitigen Umgang. Im Haushalt helfen die Jugendlichen in angemessener Form mit, sei dies beim Kochen, beim Putzen oder bei der Besorgung der Wäsche. Durch die regelmässig eingeübten Betätigungen erwerben die Jugendlichen praktische Kompetenzen. Dies stärkt ihren Selbstwert, und sie lernen Verantwortungen zu übernehmen.

Schule
Jeder Kleingruppe ist eine eigene kleine Schule angegliedert. Das Schulprogramm ist an jenes der Internatsschulen in Lauterbrunnen und Iseltwald angeglichen. In den kleinen Klassen von 2 bis 4 SchülerInnen kann das Augenmerk gezielt auf die individuelle Förderung jedes Einzelnen gerichtet werden. Zwischen den Kleingruppenleitungen und den Lehrpersonen besteht ein regelmässiger Austausch und eine enge Zusammenarbeit.

Freizeit
Die Jugendlichen werden zu einer aktiven Freizeitgestaltung angeleitet. Dazu gehören sportliche Aktivitäten, Gesellschaftsspiele, Lesen, Tagebuch schreiben usw. Zum Freizeitprogramm gehören auch gemeinsame Ausflüge, welche den Jugendlichen die Gelegenheit geben, die neue Umgebung kennen zu lernen und mit der örtlichen Kultur in Berührung zu kommen.

Fachliche Begleitung
Die Kleingruppen- und Familienverantwortlichen werden durch pädagogische MitarbeiterInnen fachlich beraten und begleitet. Diese sind regelmässig vor Ort, um anstehende Fragen zu klären und die vereinbarten Ziele zu überprüfen. Sie stehen mit den Eltern und den externen Begleitpersonen (Beiständen, Sozialarbeitenden) in einem regelmässigen Austausch.

Elternkontakte
Jugendliche, die sich in Frankreich aufhalten, können in der Regel einmal pro Monat nach Hause fahren. Innerhalb der Kleingruppen in der Schweiz sind vierzehntägliche Heimgeh-Wochenenden möglich.

Standortbestimmungen
Mindestens zweimal pro Jahr finden Standortbestimmungen statt. Dabei wird der bisherige Verlauf bilanziert, werden Fragen der Zusammenarbeit diskutiert und die nächsten Schritte geplant. An den Standortbestimmungen nehmen neben dem Jugendlichen und den Eltern die involvierten internen und externen Fachpersonen teil.

Aufenthaltsdauer und Anschlusslösungen
Die Aufenthaltsdauer und die zu erreichenden Ziele werden vorgängig vereinbart. Als Anschlusslösung wird in der Regel der Übertritt in eine der Schönfels-Wohngruppen angestrebt. Es sind aber auch andere Anschlusslösungen möglich. In jedem Fall wird der Übertritt, bzw. Austritt sorgfältig geplant und vorbereitet.


Beratungsgespräch mit dem pädagogischen Leiter, Jörg BERGMANN


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Jörg BERGMANN
Pädagogischer Leiter
 

Regula STRICKLER
Schulleiterin
 

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